Filter - Success Stories

Pertamina Geothermal Energy schafft mit Proxmox VE eine resiliente digitale Basis

Um den zuverlässigen Betrieb seiner Geothermieanlagen zu gewährleisten, benötigte Pertamina Geothermal Energy eine Infrastruktur, die seine verteilten Standorte miteinander verbindet, kritische Workloads schützt und sich an neue Anforderungen anpassen lässt. Durch die Standardisierung auf das Proxmox-Ökosystem schuf das Unternehmen eine robuste digitale Plattform an sieben Standorten.

Pertamina Geothermal Energy (PGE) ist ein indonesisches Geothermie-Unternehmen mit Hauptsitz in Jakarta. Seine IT-Infrastruktur unterstützt Unternehmensanwendungen und geschäftskritische operative Systeme für die Stromerzeugung, darunter Anlagenüberwachung, geothermische Bohrsysteme, Sicherheitsplattformen, Datenanalyse und KI-Initiativen.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wurde die bestehende Kombination aus Microsoft Hyper-V und in der Cloud gehosteten Servern zunehmend schwieriger zu skalieren und zu verwalten. Daher beschloss das Unternehmen, eine standardisierte On-Premises-Plattform für seine Zentrale und 6 Geothermiestandorte aufzubauen.

Die Herausforderung: Steigende Komplexität und Cloud-Kosten

PGE war in seiner bisherigen Virtualisierungsumgebung mit steigenden Lizenz- und Wartungskosten konfrontiert. Auch die Cloud-Kosten, einschließlich der Gebühren für ausgehenden Datenverkehr, ließen sich zunehmend schwieriger rechtfertigen. Zudem mussten die meisten Betriebsdaten innerhalb des Unternehmensnetzwerks verbleiben.

Die Verwaltung der Infrastruktur an mehreren geografisch verteilten Standorten erhöhte die Komplexität. Cluster und Speicherressourcen in der Zentrale und an den Außenstandorten mussten einzeln überwacht und gewartet werden, was einheitliche Konfigurationen und die Kapazitätsplanung erschwerte. PGE benötigte eine flexible Plattform, die sowohl kritische operative Systeme als auch moderne, zukunftsweisende Workloads unterstützt. Zuverlässigkeit und Hochverfügbarkeit waren zentrale Anforderungen.

Eine einheitliche Basis mit offener Architektur

Nach Prüfung mehrerer Optionen wählte PGE das Proxmox-Ökosystem als Grundlage seiner Infrastruktur der nächsten Generation: Proxmox Virtual Environment als primäre Virtualisierungsplattform, Proxmox Backup Server für zuverlässige Datensicherung und Wiederherstellung sowie Proxmox Datacenter Manager für zentrales, clusterübergreifendes Management. Die native Ceph-Unterstützung war ein weiterer, wichtiger Faktor. Dadurch konnte PGE Rechenleistung und verteilten Speicher hyperkonvergent innerhalb derselben Proxmox Virtual Environment-Infrastruktur zusammenführen, ohne eine separate Ebene für das Speichermanagement zu benötigen. Die integrierten Cluster- und Hochverfügbarkeitsfunktionen unterstützen den resilienten Betrieb kritischer Systeme.

Proxmox Backup Server ermöglichte inkrementelle Backups und eine effiziente Speichernutzung. Gleichzeitig half die offene Architektur PGE dabei, die Abhängigkeit von proprietären Lizenzen und Cloud-Infrastruktur zu reduzieren.

Das Proxmox-Ökosystem ist inzwischen zum Infrastrukturstandard bei Pertamina Geothermal Energy geworden. Für uns geht es dabei nicht nur darum, eine alte Plattform zu ersetzen. Es geht darum, eine Grundlage zu schaffen, die besser auf die nächsten Schritte unserer Digitalisierung vorbereitet ist. In der Geothermiebranche ist Zuverlässigkeit nicht verhandelbar. Die Proxmox-Lösungen haben bisher bewiesen, dass sie diesen Anspruch erfüllen können.
Mahmuddin Noor Nasution, Analyst IT Core & Infrastructure, PT Pertamina Geothermal Energy

Implementierung und technische Architektur

PGE schloss die Kernmigration in rund 6 Monaten ab. Das Projekt begann mit der Architekturplanung und Bereitstellung in der Zentrale. Anschließend wurden die Microsoft Hyper-V- und Cloud-Server schrittweise migriert. Zunächst unkritische Systeme und danach die geschäftskritischen Workloads. Die aktuelle Proxmox-Infrastruktur von PGE umfasst:

  • Verteilte Infrastruktur: 7 Standorte, bestehend aus der Zentrale und 6 operativen Außenstandorten.
  • Rechenleistung: 29 Proxmox VE-Knoten für 155 aktive VMs und Container. In der Zentrale laufen kontinuierlich mindestens 119 Instanzen; bei Spitzenlast steigt die Zahl auf bis zu 135.
  • Hyperkonvergenter und gemeinsam genutzter Speicher: Ceph läuft direkt auf den Proxmox VE-Knoten und stellt hyperkonvergenten Speicher bereit. Ergänzend nutzt PGE ISCSI-SAN-Speicher mit einer SSD-/Hybrid-Speicherebene für Produktions-Workloads und einer dedizierten HDD-Speicherebene für Backups.
  • Mehrstufiges Backup: Fünf virtuelle Instanzen von Proxmox Backup Server sind auf zwei lokale SAN-Datastores verteilt. Ergänzt werden sie durch einen physischen PBS an einem geografisch getrennten Standort für Disaster Recovery.

Das interne Infrastrukturteam von PGE leitete das Projekt mit Unterstützung von PT Kreasi Utama Mandiri, einem offiziellen Proxmox-Partner in Indonesien. Der Partner unterstützte bei der Beschaffung der Proxmox-Subscriptions, der frühen Architekturberatung und bei ausgewählten Teilen der Implementierung. Da PGE während des Projekts gezielt internes Know-how aufbaute, kann das Unternehmen den täglichen Betrieb der Umgebung inzwischen eigenständig verwalten.

Eine standardisierte Plattform für weiteres Wachstum

PGE hat rund 50 Workloads erfolgreich aus den bisherigen Umgebungen migriert und zugleich mehr als 100 neue VMs direkt in Proxmox VE bereitgestellt. Die Migration verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Bis Ende des Jahres will PGE weitere Cloud-Workloads in die eigene On-Premises-Infrastruktur migrieren. Durch die geringere Abhängigkeit von Cloud-Infrastruktur und den Wegfall wiederkehrender Gebühren für proprietäre Virtualisierungslizenzen erzielte PGE erhebliche Kostenvorteile, die das weitere Wachstum an den verschiedenen Standorten unterstützen.

Die standardisierte Umgebung hat den täglichen Betrieb deutlich vereinfacht. Das IT-Team kann VMs bereitstellen, Kubernetes-Workloads erweitern, Speicher verwalten und die verteilte Infrastruktur wesentlich effizienter überwachen. Einheitliche Knotenkonfigurationen erleichtern zudem Upgrades, Fehlerbehebung und Kapazitätsplanung.

Die Infrastruktur unterstützt nun sowohl kritische Systeme für die geothermische Stromerzeugung als auch moderne Workloads wie Kubernetes, Sicherheitsmonitoring, Datenanalyse und KI. Für kritische Systeme ist Hochverfügbarkeit auf VM- und Anwendungsebene umgesetzt. Vor allem aber ist Proxmox VE zum offiziellen Infrastrukturstandard von PGE und zu einem zentralen Bestandteil seiner Digitalisierungsstrategie geworden.

Vorbereitung auf die nächste Phase

PGE beabsichtigt, die verbleibenden Cloud-Workloads auf die eigene On-Premises-Infrastruktur zu migrieren und an neuen Geothermiestandorten zusätzliche Edge-Computing-Knoten auf Basis von Proxmox Virtual Environment bereitzustellen. Die Plattform soll außerdem für KI-basierte vorausschauende Wartung genutzt und die Kubernetes-basierte Cloud-native-Infrastruktur weiter ausgebaut werden.

Mahmuddin Noor Nasution
Analyst IT Core & Infrastructure, PT Pertamina Geothermal Energy


Über PT Pertamina Geothermal Energy
PT Pertamina Geothermal Energy wurde 2006 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Jakarta und ist auf geothermische Stromerzeugung spezialisiert. Das Unternehmen betreibt Geothermieanlagen in ganz Indonesien und entwickelt seine digitale Infrastruktur kontinuierlich weiter, um eine zuverlässige, effiziente und nachhaltige Energieerzeugung zu unterstützen. Mehr: https://pge.pertamina.com 

Über PT Kreasi Utama Mandiri
PGE arbeitete mit PT Kreasi Utama Mandiri zusammen, einem offiziellen Proxmox-Partner in Indonesien. Der Partner unterstützte bei der Beschaffung der Proxmox-Subscriptions, beriet in einer frühen Phase zur Architektur und begleitete Teile der Implementierung. Der tägliche Betrieb der Umgebung liegt inzwischen vollständig beim internen IT-Team von PGE. Mehr: https://www.kum.co.id/v2/

Kontakt

Stadt:
Jarkata
Land:
Indonesien
Webseite: