Proxmox Virtual Environment 8.0 mit Debian 12 „Bookworm“ verfügbar

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WIEN – 22. Juni 2023 – Proxmox Server Solutions GmbH, Hersteller von Enterprise Server-Software, hat heute Proxmox Virtual Environment 8.0 veröffentlicht. Die neue Hauptversion basiert auf dem aktuellen Debian 12 („Bookworm“). Um den Usern von Proxmox VE 7.4 einen reibungslosen Umstieg zu ermöglichen, ist eine detaillierte und ausgiebig getestete Upgrade-Anleitung verfügbar.
Proxmox VE 8.0 verwendet standardmäßig den neueren Linux-Kernel 6.2 womit die neuen Funktionen der aktuellsten Hardware besser unterstützt werden. Alle integrierten Open Source-Technologien wurden aktualisiert, darunter QEMU 8.0.2, LXC 5.0.2, ZFS 2.1.12, und Ceph Quincy 17.2.6.

Die Virtualisierungsplattform von Proxmox wird mit allen wichtigen Verwaltungstools und einer inkludierten Web-Oberfläche ausgeliefert. Dies ermöglicht es, einzelne Hosts oder das komplette Rechenzentrum mit Out-of-the-Box-Tools bequem zu verwalten – entweder über einen Webbrowser oder die Kommandozeile.

Neuerungen in Proxmox Virtual Environment 8.0

  • Neues Ceph Enterprise-Repository: Ceph Quincy ist vollständig in Proxmox VE integriert und ermöglicht es, Ceph-Storage direkt von jedem Cluster-Knoten aus zu verwalten. So läßt sich mit der Proxmox-Plattform eine hyperkonvergente Infrastruktur einfach einrichten und verwalten. Der Ceph-Quellcode wird vom Proxmox-Entwicklungsteam paketiert und nun, nach umfangreichen Tests, in einem stabilen Enterprise-Repository zur Verfügung gestellt. Das neue Repository vereinheitlicht die Bereitstellung von Ceph mit anderen Komponenten von Proxmox VE. Kunden, die ein aktives Subskriptions-Abo haben, können ab Version 8.0 auch auf das stabile, für Produktivumgebungen empfohlene Ceph Enterprise Repository zugreifen.
  • Automatische Synchronisierung für Authentifizierungs-Domänen: Benutzer und Gruppen in LDAP-basierten Domänen (LDAP und Microsoft Active Directory) lassen sich jetzt automatisch in regelmäßigen Abständen synchronisieren. Dies vereinfacht die Verwaltung und hilft Fehlerquellen zu vermeiden, die bei einer manuellen Synchronisierung der Authentifizierungsinformationen auftreten können, wie z.B. Konfigurationsfehler oder vergessene Einträge.
  • Netzwerkressourcen, die für Software-defined Networking (SDN) definiert sind, sind nun auch als Objekte im Access Control Subsystem (ACL) von Proxmox VE 8.0 verfügbar. Damit lassen sich granulare Berechtigungen für Host-Netzwerk-Bridges und VNets an bestimmte Benutzer und Gruppen vergeben.
  • Ressourcen-Mapping: In der API und im Webinterface können Mappings zwischen Ressourcen, wie PCI(e)- oder USB-Geräten, und den Knoten eines Proxmox VE-Clusters, erstellt und verwaltet werden. Wird einer VM solch eine abstrakte Ressource zugewiesen, kann diese auf konkrete Ressourcen jedes einzelnen Knotens abgebildet werden. Dies ermöglicht Offline-Migration für VMs mit Passthrough-Geräten. Die Mappings werden auch im ACL-System von Proxmox VE abgebildet, so dass einzelnen Nutzer*innen der Zugriff auf ein oder mehrere bestimmte Geräte gewährt werden kann, ohne dass dazu Root-Zugriff nötig wäre. Falls widersprüchliche Mapping-Einträge erkannt werden, z.B. aufgrund von Adressänderungen oder Überschneidungen, wird bei VM-Start eine Warnung ausgegeben.
  • Schutz vor Brute-Force-Angriffen (Lockout für Zwei-Faktor-Authentifizierung/TOTP): Um die Sicherheit weiter zu verbessern, werden Benutzerkonten mit zu vielen Anmeldeversuchen – bei denen die Authentifizierung über den zweiten Faktor fehlschlägt – gesperrt. Dies schützt vor Brute-Force-Angriffen, bei denen das Passwort bekannt ist und versucht wird, den zweiten Faktor zu erraten. Wenn die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu oft hintereinander fehlschlägt, wird das Benutzerkonto für eine Stunde gesperrt. Schlägt TOTP zu oft hintereinander fehl, wird TOTP für das Benutzerkonto deaktiviert. Das Benutzerkonto kann mit einem Wiederherstellungs-Code entsperrt werden.
  • Textbasierte Benutzeroberfläche für die Installations-ISO: Der Installer erfasst optional alle erforderlichen Informationen in einer textbasierten Benutzeroberfläche. Dies vermeidet Probleme beim Starten des GTK-basierten grafischen Installationsprogramms, die manchmal auf sehr neuer als auch älterer Hardware auftreten.
  • Der CPU-Typ x86-64-v2-AES ist nun standardmäßig eingestellt für VMs die über das Webinterface erstellt werden. Er bietet wichtige zusätzliche Funktionen gegenüber qemu64/kvm64 und verbessert die Performance vieler Rechenoperationen.

Verfügbarkeit

Proxmox Virtual Environment ist Open Source-Software und unter der Softwarelizenz GNU Affero GPL, v3 lizenziert. Das verfügbare ISO-Image enthält den kompletten Funktionsumfang und kann auf Bare-Metal installiert werden. Proxmox Virtual Environment 8.0 steht ab sofort zum Download bereit https://www.proxmox.com/downloads

Eine detaillierte Anleitung für ein nahtloses Upgrade von Proxmox VE 7.x auf 8.x ist verfügbar.

Proxmox VE 8.0 kann auch auf einer bestehenden Debian-Installation aufgesetzt werden.
Für Unternehmen bietet Proxmox Server Solutions GmbH zusätzlich Enterprise-Support an, erhältlich als Subskriptions-Abo ab EUR 105 pro Jahr und CPU.

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Über Proxmox Server Solutions GmbH
Proxmox entwickelt Open Source-Software die trotz riesigem Funktionsumfang einfach zu bedienen ist. Unternehmen weltweit setzen die stabilen, sicheren, skalierbaren und offenen Proxmox-Lösungen ein um effiziente, agile und übersichtliche IT-Infrastrukturen zu betreiben, die Gesamtkosten zu senken und Vendor Lock-in zu vermeiden. Proxmox bietet seinen Kunden zudem kommerzielle Support-Optionen und Trainings zur Sicherung der Geschäftskontinuität an. Proxmox Server Solutions GmbH wurde 2005 gegründet und hat ihren Sitz in Wien, Österreich.

Fakten Proxmox VE
Proxmox VE ist ein Open Source-Projekt, das auf weltweit mehr als 800.000 Hosts installiert ist. Die web-basierte Verwaltungsoberfläche ist in über 26 Sprachen übersetzt. Im Community-Forum findet, zwischen den 110.000 aktiven Mitgliedern, ein reger Austausch mit gegenseitiger Hilfestellung statt. Mit Proxmox VE als Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen können Unternehmen ihre IT-Infrastruktur rasch und einfach zentralisieren und modernisieren und ein kostengünstiges software-definiertes Rechenzentrum auf Basis der neuesten Open Source-Technologien betreiben. Weltweit hat die Firma Proxmox über zehntausende Kunden.

Kontakt: Daniela Häsler, Proxmox Server Solutions GmbH