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Ausfallsichere Virtualisierung für Healthcare, Bioinformatik und KI

Die Proacta S.A., ein polnisches Technologieunternehmen für Healthcare, Bioinformatik und Künstliche Intelligenz, migrierte von VMware zu Proxmox Virtual Environment und Proxmox Backup Server. Ziel war es, planbare Betriebskosten, maximale Ausfallsicherheit und ein solides Fundament für künftiges Wachstum zu schaffen.

Das Unternehmen entwickelt spezialisierte Software und Technologien für die medizinische Forschung, Labordiagnostik und Healthcare-bezogene Projekte. Die Virtualisierungsumgebung betreibt rund 100 virtuelle Maschinen (VMs), darunter Business-Applikationen, Entwicklungsumgebungen, Datendienste sowie zentrale Workloads für Healthcare-, Bioinformatik- und KI-bezogene Projekte.

Über viele Jahre setzte das Unternehmen auf seine bestehende Enterprise-Virtualisierung. Die Umgebung war zwar ausgereift, doch stark steigende Lizenzgebühren und die Unsicherheit über künftige Preismodelle machten ein Festhalten daran wirtschaftlich unrentabel. Gemeinsam mit dem langjährigen IT-Partner Symbit evaluierte Proacta Alternativen und entschied sich für Proxmox Virtual Environment und Proxmox Backup Server als zukunftssichere, kosteneffiziente und performante Infrastruktur.

Die Herausforderung: Kostenkontrolle ohne Risiko für den Produktivbetrieb

Haupttreiber des Projekts war die Umstellung auf ein transparentes, kalkulierbares Kostenmodell – ohne Abstriche bei der Verfügbarkeit der Produktivumgebung. Die neue Plattform musste stabilen Betrieb, zuverlässige Backup-Prozesse und höchste Flexibilität für gemischte Workloads (Business, F&E, Applikationen) unterstützen.

Business Continuity hatte oberste Priorität. Die Migration musste schrittweise und kontrolliert erfolgen, damit kritische Systeme keinem unnötigen Risiko oder längeren Ausfallzeiten ausgesetzt wurden. Besonders wichtig war dies beim zentralen ERP-System und den operativen Kernservices.

Da der IT-Dienstleister Symbit die Infrastruktur von Proacta seit Jahren betreute, entwickelte das Projektteam einen passgenauen Migrationspfad, der technische Exzellenz, Kosteneffizienz und maximale Betriebssicherheit im Arbeitsalltag vereinte.

Resiliente Multi-Site-Plattform über 2 Standorte

Die neue Infrastruktur basiert auf einem Proxmox VE Cluster mit 6 physischen Supermicro-Servern, verteilt auf 2 Rechenzentrumsstandorte. Ziel der Architektur ist es, maximale Hochverfügbarkeit (HA) und operative Flexibilität zu sichern.

Am primären Standort laufen 4 Nodes, am sekundären Standort 2 Nodes. Um einen stabilen Cluster-Quorum-Betrieb bei diesem asymmetrischen 4/2-Setup zu gewährleisten, nutzt die Umgebung ein dediziertes QDevice für das Quorum. Lokale ZFS-Speicherpools auf jedem Node nutzen ZFS-Replikation um eine zuverlässige Datenredundanz zwischen den Standorten sicherzustellen. So entstand eine moderne Virtualisierungsarchitektur mit integriertem HA-Clustering, effizientem Backup und Wiederherstellung sowie planbaren Support-Kosten.

Unterbrechungsfreie Migration per Proxmox ESXi Import Wizard

Von der Feinplanung Ende September bis zum Go-Live Mitte Januar dauerte das Projekt knapp 4 Monate. Anstatt alle Workloads auf einmal zu verschieben, verfolgte Symbit einen phasenweisen Ansatz. So konnte jeder Schritt im laufenden Betrieb validiert und Risiken minimiert werden.

Für den nahtlosen Wechsel von der bisherigen Plattform nutzte das Team den Proxmox ESXi Import Wizard. Damit ließen sich VMs direkt auf Proxmox VE starten, während ihre Storage-Disks transparent im Hintergrund kopiert wurden – Ausfallzeiten reduzierten sich so auf ein absolutes Minimum.

Geschäftskritische Systeme wie das ERP-System wurden in geplanten, kurzen Wartungsfenstern migriert, um absolute Datenkonsistenz sicherzustellen. Die gesamte Migration gelang so ohne einen einzigen ungeplanten Ausfall.

Die finale Architektur:

  • Virtualisierung & Compute: Proxmox VE Cluster mit 6 Supermicro-Nodes, verteilt über 2 Standorte (4/2-Topologie mit dediziertem QDevice für Quorum).
  • Storage-Architektur: Lokaler ZFS-Speicher mit ZFS-Replikation, ergänzt durch Infortrend SAS Storage.
  • Backup & Archivierung: Dedizierter Proxmox Backup Server, nahtlos angebunden an Tape-Systeme für die Langzeitarchivierung.
  • Skalierung & Workloads: Ca. 100 VMs (überwiegend Linux-basiert, inklusive des zentralen ERP-System).

Der Großteil der Workloads läuft unter Linux. Einzig das ERP-System bildet hier eine Ausnahme. Das spart zusätzlich Betriebssystem-Lizenzgebühren bei voller Unterstützung heterogener Umgebungen.

Deutliche Kostensenkung und schlanker Betrieb

Durch den Wechsel zu den Proxmox-Lösungen senkte Proacta die jährlichen Lizenzkosten für Virtualisierung deutlich und konnte eine planbare Kostenstruktur erreichen. Gleichzeitig befreite sich das Unternehmen aus der Abhängigkeit proprietärer Lizenzmodelle.

Im Alltag profitiert das IT-Team von einer stabilen Plattform, einer intuitiven Managementoberfläche, integrierten Backup-Funktionen und verbesserten Disaster-Recovery-Optionen. Die tägliche Administration ist einfacher geworden, während die enge Integration von Virtualisierung und Backup einen konsistenteren Ansatz für den Infrastrukturbetrieb unterstützt.

Zudem lieferte das Projekt den Beweis, dass sich selbst komplexe Enterprise-Produktivumgebungen ohne Betriebsunterbrechungen modernisieren lassen.

Mit dem Wechsel zu Proxmox Virtual Environment konnten wir uns von Lizenzunsicherheit lösen und zugleich eine transparentere, flexiblere und robuste Virtualisierungsplattform gewinnen. Die Migration verlief absolut reibungslos ohne spürbare Auswirkungen auf unser Tagesgeschäft. Heute verfügen wir über eine Infrastruktur, die einfacher zu verwalten und auch perfekt auf unser weiteres Wachstum ausgelegt ist.
Krzysztof Radziuk, Technical Solutions Architect bei Proacta S.A.

Bereit für die nächste Innovationsphase

Mit Proxmox VE und Proxmox Backup Server im Produktivbetrieb verfügt Proacta über eine moderene Virtualisierungsplattform, die heutige Anforderungen mühelos abdeckt und flexibel skaliert. Transparente Support-Pläne, flexibler Storage, integrierte Backups und die ausfallsichere Multi-Site-Architektur schaffen eine perfekte Grundlage für künftige Innovationen in den Bereichen Healthcare, Bioinformatik und KI.

Krzysztof Radziuk
Technical Solutions Architect bei Proacta S.A.


Über Proacta S.A.
Proacta S.A. ist ein polnisches Technologieunternehmen, das auf Software und IT-Lösungen für Healthcare, Bioinformatik und Künstliche Intelligenz spezialisiert ist. Das Portfolio umfasst Systeme für die medizinische Forschung, Labordiagnostik und Healthcare-bezogene Projekte. Mehr unter: https://proacta.pl/ 

Über Symbit
Symbit ist ein erfahrener IT-Systemintegrator und langjähriger Partner von Proacta. Das Unternehmen verantwortete die Konzeption der neuen Architektur, die strategische Migrationsplanung sowie die Implementierung von Proxmox Virtual Environment und Proxmox Backup Server. Mehr unter: https://www.symbit.pl/

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Stadt:
Warschau
Land:
Polen
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