PGEC senkt Kosten um 20 % und baut mit Proxmox VE echtes Disaster Recovery auf
Mit Proxmox Virtual Environment und Proxmox Backup Server löste Prince George Electric Cooperative zwei Probleme zugleich: steigende VMware-Kosten und ein unzuverlässiges Single-Node-DR-System. Die Genossenschaft baute eine vollständig geclusterte, failover-fähige Umgebung auf und senkte die Kosten um rund 20 % – von Proxmox-Partner Richweb betreut als Managed Service.
Prince George Electric Cooperative (PGEC) wurde 1939 gegründet, um ländliche Familien im Süden Virginias mit Strom zu versorgen, die von den Städten aus nie erreicht wurden. Aus 300 Kunden auf 165 Meilen Leitungsnetz (1940) ist ein System mit 12.000 Mitgliedern und 1.300 Meilen Netz geworden, das Haushalte, Farmen und Unternehmen in 6 Counties von Waverly, Virginia (USA), aus versorgt. Über die Tochter Ruralband betreibt PGEC zudem ein Fiber-to-the-Home-Breitbandnetz – ein zweites, kapitalintensives Geschäft auf derselben schlanken IT-Basis.
PGEC ist eine mitgliedereigene Genossenschaft, kein Unternehmen mit externen Investoren, Teil eines Modells, das auf den US Rural Electrification Act von 1936 zurückgeht. Wie die meisten der rund 900 US-Elektrizitätsgenossenschaften wird sie von einem gewählten Mitgliedervorstand geführt, Überschüsse fließen an die Mitglieder zurück, nicht an Aktionäre. PGEC bezieht Strom von Old Dominion Electric Cooperative (ODEC), einer von 13 mitgliedereigenen Verteilergenossenschaften in Virginia. Jeder Infrastruktur-Dollar muss also gegenüber den Mitgliedern gerechtfertigt werden.
VMware und die alte DR-Lösung an ihren Grenzen
PGEC betrieb seine Produktions-Workloads auf VMware vSphere 7.0.3. Ein Upgrade auf vSphere 8 hätte den Wechsel zur kernbasierten Lizenzierung bedeutet – mit deutlich höherer Kernanzahl und Kosten. Für eine gemeinnützige Genossenschaft war das gegnüber den Mitgliedern kaum zu rechtfertigen.
Dringlicher war jedoch das Disaster-Recovery-Problem. Der DR-Standort von PGEC bestand aus einem einzigen Host mit lokalem Storage, ohne Shared Storage und ohne realistischen Weg zur vollständigen Wiederherstellung im Ernstfall.
Eine VMware-basierte DR-Lösung, die das leisten könnte, hätte Lizenz- und Hardwarekosten explodieren lassen. PGEC brauchte beides: raus aus der VMware-Kostenspirale und einen DR-Standort, der im Ernstfall wirklich einspringen kann.
Proxmox VE als Antwort auf Kosten und Resilienz
PGEC holte den offiziellen Proxmox-Partner Richweb mit an Bord, um beide Probleme gemeinsam zu lösen. Ziel war keine günstigere VMware-Alternative zu finden, sondern eine offene Plattform, die mitwächst, ohne dass das Lizenzmodell bei jedem Wachstumsschritt bremst.
Bei VMware zu bleiben und darauf Disaster Recovery aufzubauen, war für PGEC schlicht nicht tragbar. Deshalb haben wir eine wachstumsfähige Lösung entwickelt, bei der das Budget in Hardware statt in Lizenzen fließt.Grady Larsen, Leitung Vertrieb bei Richweb
Statt in Per-Core-Lizenzen investierte Richweb PGECs Budget in bessere Hardware und eine wirklich resiliente Architektur – auf einer offenen Plattform mit weniger Abhängigkeit von proprietären Lizenzmodellen.
Produktions- und DR-Design mit Proxmox Virtual Environment
Richweb baute die Infrastruktur rund um 2 Proxmox-VE-Cluster neu auf, davon ein Cluster für die Produktion, einen für Disaster Recovery, und ergänzt durch Proxmox Backup Server.
Der Produktionscluster läuft auf einem 3-Node-Cluster aus Dell PowerEdge R740, aufgerüstet auf 768 GB RAM pro Host, mit einem Pure-Storage-X20R4-Array über iSCSI und NFS. Lokale Backups laufen über eine HVENS-Vault-Appliance vor Ort (ein Dell R750) mit Proxmox VE und Proxmox Backup Server auf ZFS.
Am DR-Standort ersetzt ein 3-Node-Cluster aus Dell PowerEdge R630 mit 512 GB RAM pro Host das alte Single-Node-Setup durch echtes Clustering mit Shared Storage. Backups replizieren über eine 10G-E-Line auf PGECs eigenem Ruralband-Netz.
Die HVENS Vault am DR-Standort, ebenfalls ein Dell R750, ist funktional aufgeteilt: Ein SSD/HDD-Tier für das Proxmox-Backup-Server-Datastore, während ein dedizierter NVMe-ZFS-Pool als Live-Restore-Storage. Diese Aufteilung macht den DR-Standort zum echten Produktions-Ersatz: Im Failover werden VMs direkt aus Proxmox Backup Server auf den NVMe-Pool wiederhergestellt und laufen auf dem R630-Cluster weiter. Richweb testet diesen Failover-Prozess vierteljährlich mit Produktions-VMs – mit durchgängigem Erfolg.
33 VMs in 2 Wochen migriert
PGEC migrierte 33 VMs in 2 Wochen, Restores an nur 5 Nächten, um die engen Wartungsfenster einzuhalten, mit dem integrierten ESXi-Import-Assistenten von Proxmox VE. Je nach Komplexität kamen direkte Imports und VM-Neuaufbauten zum Einsatz, priorisiert nach Kritikalität für den Betrieb.
Im selben Migrationsprojekt wurden 3 ältere Dell-R720-Hosts stillgelegt, auf denen zuvor KVM für Ruralband lief. Die Workloads wanderten in den zentralen Cluster, nachdem die Produktions-Hosts auf 768 GB RAM pro Knoten aufgerüstet waren.
Die Ergebnisse
Lizenz- und Betriebskosten um rund 20 % gegenüber VMware gesenkt
33 VMs in 2 Wochen migriert, mit dem integrierten ESXi-Import-Assistenten von Proxmox VE
3-Node-Cluster für Produktion und Disaster Recovery statt vorheriger Single-Node-DR
RTO von 4 Stunden und RPO von 12 Stunden für die DR-Umgebung, mit vierteljährlichen Failover-Tests
3 veraltete KVM-Hosts außer Betrieb genommen und in den zentralen Produktionscluster konsolidiert
24/7-Monitoring von Hardware und Proxmox-Umgebung
Patching, Monitoring und Update-Planung durch Proxmox-Partner Richweb
Für eine Genossenschaft, die jeden Dollar rechtfertigen muss, zählten die Einsparungen und die geschlossene DR-Lücke gleichermaßen. Statt weiter in VMware-Lizenzen zu investieren, floss die Differenz in Hardware, Storage und Recovery-Kapazität.
Mehr Zeit für Anwendungen, weniger für Infrastruktur-Betrieb
Die Umstellung entlastete auch PGECs internes IT-Team: Da Richweb Patching, Monitoring und Update-Planung übernimmt, kann sich das Team auf Anwendungen statt auf die Plattform konzentrieren. Sarat Yellepeddi bestätigt: Die Entscheidung überzeugte von Anfang an technisch wie wirtschaftlich:
Wir haben mehrere Optionen zur Migration von unserer bestehenden VMware-Plattform geprüft, Proxmox war der klare Sieger – technisch wie wirtschaftlich. Unsere internen IT-Team haben durch die Migration spürbar an Effizienz gewonnen.Sarat Yellepeddi, President und CEO, Prince George Electric Cooperative
Die Migration verschafft PGEC nicht nur eine Lösung für den veralteten DR-Standort, sondern eine Plattform, die mitwächst. Während Ruralbands Glasfasernetz und PGECs virtuelle Infrastruktur weiter wachsen, skaliert die geclusterte Proxmox-VE-Umgebung ohne die hohen Lizenzkosten von VMware. Richweb bleibt als Managed-Service-Partner an Bord – laufender technischer Support statt einmaligem Projekt, das mit dem Go-live endet.
Sarat Yellepeddi President und CEO, Prince George Electric Cooperative
Über Prince George Electric Cooperative (PGEC) Prince George Electric Cooperative, 1939 gegründet und mit Hauptsitz in Waverly, Virginia, ist eine mitgliedereigene Stromgenossenschaft, die über 12.000 Mitglieder entlang von 1.300 Meilen Leitungsnetz in 6 Countys versorgt. Über seine Tochtergesellschaft Ruralband bietet das Unternehmen in seinem ländlichen Versorgungsgebiet zudem Fiber-to-the-Home-Internet an. Mehr Infos: www.pgec.coop
Über Proxmox Partner Richweb Richweb, Inc. ist ein 1995 gegründetes, ingenieurgeführtes IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Ashland, Virginia. Richweb entwirft, betreibt und betreut Netzwerk- und IT-Infrastruktur für Unternehmen in Virginia und der Mid-Atlantic-Region – von Netzwerktechnik über Managed IT Services bis hin zu Private-Cloud-Hosting. Mehr Infos: https://www.richweb.com/