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Kelkoo skaliert Infrastruktur mit Proxmox VE

Als Kelkoo von Yahoo unabhängig wurde, musste das Unternehmen seine IT-Infrastruktur neu aufbauen. Im Zuge der weiteren Entwicklung migrierte das Team rund 500 physische Server und 100 VMs zu Proxmox VE und etablierte damit eine Virtualisierungsplattform, die seit 2013 produktiv im Einsatz ist. Heute betreibt Kelkoo 2 Produktionscluster und einen Entwicklungscluster mit rund 1.000 virtuellen Maschinen.

KelkooGroup ist eine E-Commerce-Marketingplattform, die Werbetreibende und Konsumenten über ein globales Shopping-Netzwerk und datenbasierte Optimierung miteinender verbindet. Für ein Unternehmen, dessen Dienstleistungen von einer zuverlässigen technischen Grundlage abhängen, sind eine flexible Infrastruktur, Automatisierung und ein stabiler Betrieb entscheidend.

Neuanfang mit Open Source als Grundlage

Nach mehreren Jahren als Teil von Yahoo wurde Kelkoo wieder zu einem eigenständigen Unternehmen und musste eine eigene IT-Umgebung aufbauen. Kelkoo wählte einen neuen Hosting-Anbieter, stellte neue Hardware bereit, definierte eine neue Architektur und entschied sich für einen neuen Software-Stack, in dem Open-Source-Technologien eine zentrale Rolle spielten. Nach erheblichen Investitionen in Hardware errichtete Kelkoo eine umfangreiche physische Serverinfrastruktur. Gleichzeitig stieß die bestehende Xen-basierte Virtualisierungsumgebung in Bereichen wie Automatisierung, Transparenz und täglicher Administration an ihre Grenzen. Kelkoo benötigte eine Virtualisierungsplattform, die einfach zu implementieren und zu betreiben war, die die erforderlichen Funktionen für eine große Produktionsumgebung bot und mit den steigenden Anforderungen skalieren konnte. Nach einer technischen Evaluierung entschied sich das Team für Proxmox Virtual Environment.

Automatisierung von Anfang an

2013 nahm Kelkoo seine erste Umgebung mit Proxmox VE Version 3 in Betrieb und richtete die Architektur von Beginn an konsequent auf Automatisierung aus. Mit Ansible und der Proxmox VE API standardisierte das Team die Cluster-Erstellung und die Bereitstellung virtueller Maschinen. Im Zuge der ersten Transformation migrierte das Team rund 500 physische Server in die neue virtualisierte Umgebung, zusammen mit etwa 100 virtuellen Maschinen, die zuvor auf der alten Xen-Plattform liefen.

Tools wie Ansible und Clonezilla halfen dabei, den Migrationsprozess zu standardisieren und zu automatisieren und den manuellen Aufwand zu reduzieren. Abgesehen von Einzelfällen mit speziellen Hardware- oder Performance-Anforderungen verlief die Umstellung reibungslos. Kelkoo konnte dadurch seine Workloads schrittweise auf der neuen Plattform konsolidieren. Die Automatisierung vereinfachte auch den laufenden Betrieb: Standardisierte Deployments sorgten für einheitlichere Umgebungen, reduzierten das Risiko menschlicher Fehler und erleichterten dem Infrastrukturteam die Verwaltung der wachsenden Plattform.

Eine Plattform, die mit den Anforderungen mitwächst

Die Infrastruktur hat sich seit 2013 erheblich weiterentwickelt. Kelkoo setzt dabei weiterhin auf Proxmox VE als Grundlage seiner Virtualisierungsumgebung.

  • Produktion: 2 Produktionscluster mit 27 bzw. 13 Dual-Prozessor-Servern.
  • Entwicklung: 1 Entwicklungscluster mit 3 Servern.
  • Skalierung: rund 1.000 virtuelle Maschinen.
  • Storage: Enterprise-Storage-Systeme, angebunden über NFS.

Kelkoo verteilt geschäftskritische Anwendungen über die Produktionsumgebung hinweg, um Ausfallsicherheit und Servicekontinuität zu gewährleisten und arbeit außerdem eng mit Liberasys, einem offiziellen Proxmox Partner, zusammen. Liberasys unterstützt das Team mit Beratung und Best Practices und begleitet es bei Architekturentscheidungen und größeren Upgrades.

Seit 2013 im Produktivbetrieb bewährt

Kelkoo hat seit der ursprünglichen Bereitstellung im Jahr 2013 keinen größeren Vorfall im Produktivbetrieb verzeichnet, den das Unternehmen direkt auf Proxmox VE zurückführen würde. Selbst wenn Probleme Management-Dienste oder die umgebende Netzwerkinfrastruktur beeinträchtigten, liefen die virtuellen Maschinen weiter. Für das Infrastrukturteam von Kelkoo ist diese Fähigkeit, die Verfügbarkeit der Workloads trotz Problemen einzelner Infrastrukturkomponenten aufrechtzuerhalten, ein wichtiger Maßstab für die Zuverlässigkeit der Plattform.

Zusammen mit der Automatisierung und den standardisierten Deployments hat diese Stabilität Kelkoo dabei geholfen, die große Virtualisierungsumgebung auch über mehr als ein Jahrzehnt hinweg effizient zu verwalten und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Kelkoo setzt Proxmox VE seit mehr als einem Jahrzehnt ein. Über die Jahre hat sich die Plattform als zuverlässig, flexibel und für die Größe unserer Infrastruktur als sehr gut geeignet erwiesen. Das Open-Source-Modell, die einfache Administration, die HA-Funktionen sowie die breite Hardware- und Storage-Kompatibilität haben es uns ermöglicht, eine robuste Virtualisierungsumgebung aufzubauen und gleichzeitig die volle Kontrolle über unsere Kosten zu behalten.
Stéphane Coudert, Infrastructure Architect bei KelkooGroup

Bereit für die nächste Phase

Vor Kurzem hat Kelkoo seine Infrastruktur von Proxmox VE 8.0 auf Proxmox VE 9.2 aktualisiert, um die Plattform kontinuierlich auf dem neuesten Stand zu halten. Nach erfolgreichen Tests nahm das Team zusätzlich Proxmox Backup Server in den Produktivbetrieb auf. Gleichzeitig verlagert Kelkoo geeignete Workloads auf Kubernetes. Das verändert den Workload-Mix, ohne dass Kubernetes die Virtualisierung ersetzt. Für Workloads, die weiterhin virtualisiert betrieben werden, setzt das Unternehmen auch künftig auf Proxmox Virtual Environment als stabile Grundlage.

Mehr als ein Jahrzehnt nach der ersten Implementierung bleibt Proxmox VE damit ein zentraler Bestandteil der Infrastrukturstrategie von Kelkoo. Die Plattform verbindet Automatisierung, operative Kontrolle und bewährte Zuverlässigkeit, während sich die technologische Umgebung kontinuierlich weiterentwickelt.

Stéphane Coudert
Infrastructure Architect bei KelkooGroup


Über KelkooGroup
KelkooGroup ist eine E-Commerce-Marketingplattform, die Werbetreibende über ein globales Shopping-Netzwerk und datenbasierte Optimierung mit Konsumenten verbindet.

Über den Proxmox Partner: Liberasys
Liberasys ist ein französisches IT-Dienstleistungsunternehmen mit langjähriger Expertise rund um Proxmox-Lösungen und -Services. Das Unternehmen unterstützt Organisationen bei Proxmox-basierten Infrastrukturen mit Services und technischer Expertise. https://liberasys.com/

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Frankreich
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