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Wie Hirschvogel einen hochverfügbaren Proxmox VE und Ceph Cluster über 3 Gebäude aufgebaut hat

Statt in kostenintensive neue Hardware und Lizenzen zu investieren, schlug die HIRSCHVOGEL GmbH & Co. KG einen anderen Weg ein. Mit der Migration auf eine hyperkonvergente Umgebung, basierend auf Proxmox Virtual Environment und Ceph, wurde der Neuaufbau der bisherigen Architektur überflüssig und die auf 3 physische Standorte verteilte Infrastruktur wurde deutlich einfacher.

Die HIRSCHVOGEL GmbH & Co. KG ist ein familiengeführter Mercedes-Benz-Händler mit 7 zertifizierten Vertriebs- und Servicestandorten. Hochverfügbarkeit ist seit jeher eine zentrale Anforderung an die Virtualisierungsplattform des Unternehmens. Die bisherige Umgebung war genau darauf ausgelegt: 4 Virtualisierungshosts und ein gespiegelter externer Storage, redundant über zwei Brandabschnitte verteilt, dazu ein dritter Standort für das Quorum.

Als die bestehende Hardware ihr End of Life erreichte, wollte das Unternehmen diese Architektur allerdings nicht einfach nachbauen. Gemeinsam mit dem Proxmox Gold Partner Fsas Technologies plante Hirschvogel einen hyperkonvergenten Cluster auf Basis von Proxmox Virtual Environment und Ceph, dazu Proxmox Backup Server für die Sicherung. Anschließend zogen die Produktiv-Workloads um – die verteilte Architektur des ursprünglichen Setups blieb dabei bestehen.

Ein Neuaufbau der bestehenden Architektur war nicht mehr sinnvoll

Die Virtualisierungshosts erreichten ihr End of Life, gleichzeitig standen die VMware-Lizenzen zur Verlängerung an – zu deutlich höheren Kosten als bisher. Dieselbe Architektur aus getrennten Virtualisierungshosts und gespiegeltem externem Storage noch einmal aufzubauen, hätte eine erhebliche Investition bedeutet. Hirschvogel suchte daher nach einer Alternative, die dieselbe Verfügbarkeit liefert, die Infrastruktur aber vereinfacht.

Denn genau daran hakte es: Compute und Storage als getrennte Systeme über mehrere Brandabschnitte hinweg zu betreiben, verlangte umfangreiche Verkabelung und zusätzliche Infrastruktur. Diese physische Komplexität zu reduzieren, wurde zum zweiten zentralen Ziel des Modernisierungsprojekts.

Auf Proxmox VE stieß IT-Leiter Christian Knoll im Austausch mit Branchenkollegen. Daraus ergab sich ein Gespräch über den Einsatz der Plattform gemeinsam mit Fsas Technologies – kurz darauf nahmen die beiden Unternehmen Kontakt auf. Für Knoll entwickelte sich Proxmox VE schnell zum Favoriten, weil die Plattform die technischen wie die betrieblichen Anforderungen von Hirschvogel abdeckte.

Ein hyperkonvergenter Cluster über 3 Gebäude

Statt Compute und Storage erneut getrennt aufzubauen, entschied sich Hirschvogel für eine hyperkonvergente Architektur, die beides auf einer Plattform zusammenführt. Die neue Umgebung besteht aus einem Proxmox VE Cluster mit Ceph, verteilt über die bestehenden Gebäude und verbunden über ein Direct-Mesh-Clusternetzwerk. Das Design entwickelte Hirschvogel gemeinsam mit Fsas Technologies, deren Competence Center es vor der Hardwarebestellung prüfte und freigab.

Da das Projektteam Planung und technische Prüfung zügig abschloss, konnte Hirschvogel die Hardware noch vor einer angekündigten Preiserhöhung im Storage-Bereich bestellen.

Hochverfügbarkeit über drei Brandabschnitte

In den beiden primären Brandabschnitten stehen jeweils 2 Cluster-Knoten. Ein fünftes System im dritten Brandabschnitt liefert das zusätzliche Quorum und hält den Cluster auch dann verfügbar, wenn einer der primäre Standort ausfällt.

Die Storage-Schicht stellt Ceph auf Full-NVMe-Laufwerken mit vierfacher Datenreplikation bereit. Weil Compute und Storage nun auf einer Plattform laufen, braucht Hirschvogel den gespiegelten externen Storage der bisherigen Umgebung nicht mehr. Der Ceph-Traffic läuft über ein 100-GbE-Direct-Mesh-Netzwerk, dedizierte Storage-Switches entfallen damit ebenfalls. Im Zuge des Projekts führte Hirschvogel außerdem den Proxmox Backup Server ein, der inzwischen produktiv im Einsatz ist.

Die finale Architektur umfasst:

  • Virtualisierung & Compute: 5 Systeme PRIMERGY RX1440 M2 mit Proxmox Virtual Environment.
  • Standortverteilung: je 2 Cluster-Knoten in den beiden primären Brandabschnitten, ein fünftes System liefert das Quorum aus einem dritten Brandabschnitt. Die Gebäude liegen rund 100 m auseinander und sind über Glasfaser verbunden.
  • Storage-Architektur: Full-NVMe-Ceph-Storage mit 4-facher Datenreplikation.
  • Clusternetzwerk: 100-GbE-Direct-Mesh-Netzwerk für den Ceph-Traffic.
  • Stromversorgung: 2 USV-Systeme.
  • Cluster-Ressourcen: 136 physische CPU-Kerne und 5,96 TiB Arbeitsspeicher.

Stabiler Produktivbetrieb und höhere Performance

Im März 2026 schloss Hirschvogel die Migration ab und nahm die bisherige Umgebung außer Betrieb. Seit April laufen die Produktiv-Workloads vollständig auf Proxmox VE – bisher ohne einen einzigen Ausfall. Auch bei der Performance stellt das IT-Team eine spürbare Verbesserung gegenüber der vorherigen Plattform fest.

Von der Architekturplanung über die Implementierung bis zur finalen Migration arbeitete Hirschvogel eng mit Fsas Technologies zusammen. Diese Abstimmung half dem IT-Team, den Plattformwechsel strukturiert und ohne Reibungsverluste über die Bühne zu bringen.

Bereit für künftiges Wachstum

Mit der neuen Plattform im Produktivbetrieb kann Hirschvogel Compute und Storage gemeinsam skalieren, sobald die Anforderungen steigen. Die hyperkonvergente Architektur kommt mit weniger separaten externen Systemen aus und erhält gleichzeitig das verteilte Design über die 3 Brandabschnitte. Für künftige Erweiterungen bedeutet das vor allem eins: ein Infrastrukturmodell, das sich besser planen lässt.

Der Wechsel zu Proxmox VE hat uns mehr Kontrolle über unsere Infrastruktur und unser Budget gegeben. Die neue Plattform stärkt unsere digitale Souveränität und bietet uns gleichzeitig die Verfügbarkeit und Flexibilität, die wir für die Zukunft brauchen.
Christian Knoll, Leiter IT, HIRSCHVOGEL GmbH & Co. KG

Christian Knoll
Leiter IT, HIRSCHVOGEL GmbH & Co. KG


Über Hirschvogel
Die HIRSCHVOGEL GmbH & Co. KG ist ein familiengeführter autorisierter Mercedes-Benz-Partner mit 7 zertifizierten Vertriebs- und Servicestandorten in Niederbayern und der Oberpfalz, Deutschland. Das Unternehmen bietet den Fahrzeugverkauf sowie ein breites Spektrum an automobilen Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden an. Mehr unter: https://www.hirschvogel.eu/

Über Fsas Technologies
Fsas Technologies, ein Fujitsu-Unternehmen, bietet IT-Infrastruktur- und Hybrid-IT-Services, darunter Beratung, Implementierung, Professional Services und Support für Enterprise-IT-Umgebungen. Mehr unter: http://www.fsastech.com/en-eu

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